Nach fünf Jahren mal wieder Colossos

Spätsommer-Tour Tag 2 Heide-Park

Ein neuer Tag bricht an

Pünktlich um 08:00 Uhr morgens hat der Wecker die Nacht im Hotel AMERON Hamburg beendet. Zugegeben, ich hätte locker noch ein paar Stündchen schlafen können, aber das Heidepark-Resort hat uns schon erwartet. Also raus aus den Federn, unter die Dusche und ab ins Auto. Auf dem 50 minütigen Weg nach Soltau haben wir noch schnell eine Bekannte abgeholt, welche einem Besuch im Heidepark-Resort nicht abgeneigt war. Um ca. 09:30 Uhr kamen wir dann am Abenteuerhotel an und haben im Themenhotel eingecheckt, was sich jedoch sehr in die Länge gezogen hat.

Auf in den Park

Um 10:15 Uhr haben wir es dann in den Park geschafft und uns erst mal auf den Weg zu Deutschlands erstem und einzigem Dive Coaster gemacht. KRAKE. Die Wartezeiten waren recht gering, was zu erwarten war, da die Ferien bereits beendet waren. Nach ca. 15 Minuten warten konnten wir dann in die B&M Dive Machine einsteigen. Jede Reihe wurde besetzt, jedoch wurde zwischen zwei Gruppen in einer Reihe immer 2 Plätze frei gelassen. Dieses Hygiene-System zog sich auch durch den ganzen Park, was ich persönlich sehr gut fand.

Nun begann die Fahrt auf Krake, den Lifthill hinauf, den first Drop hinunter und… vorbei.. Nein ganz so schlimm ist es nicht 😉 aber diese Bahn ist, ehrlich gesagt, schon etwas kurz geraten. Da ginge mehr, Heidepark. Nach der 90 Grad Kurve am Ende des Lifts hängt man erst einmal für drei Sekunden am fast 90 Grad steilen Abgrund, bevor es dann in das Maul der Krake geht. Die Bahn beinhaltet nach dem Splash noch einen Immelmann Loop sowie einen Camel Back, das wars dann aber schon. Zwischen Drop und Bremse vergehen gerade einmal 17 Sekunden. 

Nachdem uns die Krake nicht besiegt hat, haben wir uns danach zum nächsten Achterbahn Highlight im Park begeben. FLUG DER DÄMONEN ist der erste und einzige (das wird hier übrigens noch öfter erwähnt, anscheinen ein Fetisch vom Park) Wingcoaster in Deutschland. Ich muss wirklich sagen, so ein Wing Coaster ist schon was feines, warum haben wir so etwas nur einmal in Deutschland? Ich persönlich finde FDD in der letzen Reihe, auf der rechten Seite am Besten. Welche Seite von Flug der Dämonen magst du eigentlich am liebsten? Lass mir doch einen Kommentar da. Bei dem Wartebereich, welcher sich inmitten der Bahn befindet, vergingen die 30 Minuten Wartezeit wie im Flug. 

Mittlerweile war es schon 12:00 Uhr und langsam aber sicher machte mir mein Magen akustisch deutlich, dass ich etwas essen sollte. Bei Scream sind wir dann fündig geworden, die Pizzen dort sahen einfach zu gut aus 😉 Frisch gestärkt haben wir uns es nicht nehmen lassen, einen Fall auf dem, laut Park, immer noch höchstem Gyro Drop Tower der Welt zu erleben. Ich habe gar nicht gewusst, dass Scream neue Bügel und Sitzschalen bekommen hat. Mein letzter Besuch war 2016 und da waren es noch die roten Bügel. Scream ist immer eine Fahrt wert, alleine schon wegen dem super Ausblick über den gesamten Park bis hin zum Abenteuer Hotel und dem Holiday Camp.

Wenn man schon in dieser Ecke des Parks ist, darf man eine Fahrt auf der Bobbahn, welche über toll gebogene Schienen von Mackrides verfügt, nich verpassen. Im vergleich zu der Schweizer Bobbahn im Europapark oder den anderen Bahnen im Heide-Park, hat diese Anlage eine ordentliche Länge und besitzt gleich zwei Lifthills. Leider fährt sich diese Anlage an ein paar Stellen etwas unruhig, eben ein älteres #Mackprodukt. 

Direkt neben dem Ausgang der Bobbahn befindet sich die Panorama Plattform von Flug der Dämonen. Dort habe ich dann ca. 30 Minuten verbracht, um Fotos des Wing Coasters aufzunehmen.

Übrigens, alle Bilder die bei der Tour entstanden sind, findest du nach und nach auf meiner Instagramseite @rc_onrides. Schau doch mal vorbei, ich freu mich auf dich.

Als ich mit dem Fotografieren fertig war, fiel mir auf, dass FDD ca. 5 Minuten Wartezeit hat, also nichts wie hin. Kleiner Tipp: Wenn man den Mitarbeiter am Einlass ganz nett fragt, darf man sich seine Seite und Reihe mit etwas Glück selbst aussuchen, bei uns war es zumindest so.

Jetzt war es endlich so weit, Colossos 2.0 rief nach uns und wir folgten den Schreien der Bestie bis hin zum Eingang des Wooden-Coasters. Kurz nach meinem Besuch 2016 wurde Colossos für ca. 3 Jahre geschlossen innerhalb dieser Zeit renoviert und thematisch überarbeitet. Nun hatte auch ich endlich, nachdem die Bahn 2019 wiedereröffnete, die Möglichkeit der Bestie in die Augen zu schauen. Die Bahn an sich fährt sich für eine Holzachterbahn butterweich und bietet sehr viel Airtime, die einem ordentlich aus dem Sitz zieht. Das absolute Highlight der Bahn ist das Themenobjekt, welches sich vor der letzen Kurve befindet. Die dort dargestellte Bestie wurde mit Nebel, Wasser, Sound, Licht und Multimedia Effekten ausgestattet und ist DER Blickfang von der Besucherterrasse aus. Colossos ist meiner Meinung nach die beste Bahn im Park.

Im Anschluss ging es für uns zum, wie sollte es anders sein, ersten, aber diesmal nicht einzigem, Launch Coaster Deutschlands. DESERT RACE, oder wie ich ihn nenne, Nachspeisen Rennen ;). Es ist ein Launch Coaster aus dem Haues Intamin und wurde 2007 im Heidepark Resort als Deutschlands erster Launch Coaster eröffnet. Meines Wissens nach ist die Bahn immer noch der einzige Hydraulik Launch Coaster in Deutschland, da der Ring-Racer ja den Betrieb nie wirklich aufgenommen hat. Dessert Race ist eine wirklich gute Bahn, die über einen sehr intensiven Abschuss verfügt und seine Fahrgäste auch gerne aus den Sitzen hebt. Jedoch ist das Layout auch hier etwas kurz geraten.

Jetzt haben uns nur noch zwei große Bahnen an diesem Tag gefehlt, Big Loop und Limit. Erster Halt war die im Jahr 1983 eröffnete Achterbahn Big Loop aus dem Hause Vekoma. Auf der 706 Meter langen Strecke wird man von dem Zustrom MK-1200 Coaster ordentlich durchgeschüttelt.  Danach noch ne Runde Limit? Ne lieber nicht, dachten wir und haben uns für Colossos als letzte Fahrt des Tages entschieden. Gegen 17:00 Uhr schloss der Heidepark dann seine Attraktionen und wir haben uns auf den Weg ins Hotel gemacht, das Zimmer war ja jetzt schließlich bezugsfertig. 

Das Hotel

Als ich die Zimmerkarte holen wollte machte ich jedoch eine Erfahrung die ich so noch nie in einem Hotel erlebt hatte. Die Mitarbeiterin an der Rezeption meinte, dass wir Zimmernummer 001 haben wir sollen aber die Fenster nicht öffnen, da dort eine Käferplage herrscht und wir sollen uns nicht wundern, wenn wir im Zimmer diesen Tierchen begegnen, denn die sind ungefährlich. Gehts eigentlich noch? Für das Zimmer zahlt man normalerweise mehrere Hundert Euro und man darf dann noch nicht mal das Fenster öffnen? Als Reaktion auf die Plage hätte man doch Insektennetze an den betroffenen Festeren anbringen können oder uns ein anderes Zimmer geben, denn zu diesem Zeitpunkt war das Hotel sicher nicht ausgebucht. Das geht um einiges besser Heidepark! Macht bitte mal einen Ausflug in das Europapark Resort, komplett egal in welches Hotel. 

Aber nun genug gemeckert. Das Abenteuerhotel verfügt über 680 Betten und hat damals 20 Mio. Euro gekostet. Die Zimmer sind in thematische Kategorien eingeteilt z. B. Piraten Zimmer, Wester Zimmer, Dämonen Zimmer, Colossos Zimmer, Drachenzähmen Zimmer, uvm. Wir hatten ein Piratenzimmer. Über das Essen im Hotel kann ich euch leider nichts sagen, da ich vor vier Jahren sehr enttäuscht vom Buffet war, sind wir auswärts auf Nahrungssuche gegangen. 

Schluss für heute, dachten wir uns und machten um 23:30 das Licht aus.

Am 3. Tag ging es ebenfalls ins Heidepark-Resort. Mehr dazu im nächsten Beitrag. Wenn du nichts mehr verpassen willst, schau doch einfach auf meiner Instagramseite vorbei dort wirst du immer sofort über Neuigkeiten informiert.

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